Inhaltsverzeichnis:
- Vivantes-Krankenhaus Spandau bleibt in Betrieb
- Polizeieinsatz an der Neuendorfer Straße
- Auswirkungen auf Kitas und Schulen
- Verkehr und Einschränkungen im Norden Spandaus
Vivantes-Krankenhaus Spandau bleibt in Betrieb
Die Bombe wurde am Mittwoch auf einer Baustelle an der Neuendorfer Straße entdeckt. Dort entsteht ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Das Vivantes-Krankenhaus mit über 700 Betten und 1400 Beschäftigten muss trotz der Gefahr nicht evakuiert werden. Lediglich Teile des Geländes sind gesperrt. Patienten werden nicht verlegt.
Einige Arztpraxen auf dem Klinikgelände schließen am Freitag vorübergehend. Auch der Klinikgarten und die Querung des Hofes bleiben tabu. Die Rettungsstelle des Krankenhauses wird während der Entschärfung nicht erreichbar sein. Rettungswagen fahren in dieser Zeit andere Kliniken an, etwa das Waldkrankenhaus im Falkenhagener Feld oder das Krankenhaus Havelhöhe in Kladow.
Polizeieinsatz an der Neuendorfer Straße
Die Polizei überwacht den Fundort seit Mittwoch rund um die Uhr. Es handelt sich um eine 100 Kilogramm schwere Bombe sowjetischer Bauart. Ein Sperrkreis von 500 Metern wurde eingerichtet, in dem bis Freitagmorgen 8 Uhr keine Anwohner mehr bleiben dürfen. Rund 12.500 Menschen leben in der betroffenen Zone.
Nach Abschluss der Evakuierungen sollen die Entschärfer ihre Arbeit aufnehmen. Zwei Sporthallen stehen als Notunterkünfte bereit. Informationen dazu hatte die Feuerwache Spandau-Nord zunächst veröffentlicht, später bestätigte die Berliner Polizei die Angaben.
Auswirkungen auf Kitas und Schulen
Auch Bildungseinrichtungen im Umkreis sind betroffen. Spandaus Jugendstadträtin Tanja Franzke (CDU) erklärte, dass drei Kitas geschlossen bleiben:
- Kita Wundertüte
- Kita Brauereihof
- Kita Oscar
Für Kinder gibt es Notbetreuung. Die Lynar-Grundschule mit rund 500 Schülern liegt ebenfalls im Sperrkreis. Der Unterricht kann nicht stattfinden. Bewohner des Pflegeheims Katharinenhof am Uferpalais bleiben im Gebäude, dürfen es jedoch während der Entschärfung nicht verlassen.
Verkehr und Einschränkungen im Norden Spandaus
Die Neuendorfer Straße, wichtigste Nord-Süd-Achse des Bezirks, wird während des Einsatzes gesperrt. Wann Busse und andere Linien der BVG den Betrieb einstellen, ist noch unklar. Auch die Dauer der Entschärfung kann nicht vorhergesagt werden.
Trotz der großen Einschränkungen betont die Polizei, dass von der Bombe keine unmittelbare Gefahr ausgeht. Die Arbeiten erfolgen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.
Quelle: Tagesspiegel, rbb24, www.milekcorp.com/de/