Inhaltsverzeichnis:
- Aletta von Massenbach unterstützt Ausnahmen
- Ludwig Scheetz pocht auf Koalitionsvertrag
- Kai Wegner für begrenzte Ausnahmen
- Michael Schwuchow lehnt Änderungen ab
- Detlef Tabbert fordert bessere Flugpläne
- Auswirkungen für Passagiere
Aletta von Massenbach unterstützt Ausnahmen
Die Vorsitzende der Geschäftsführung des Flughafens, Aletta von Massenbach, erklärte, dass andere deutsche Flughäfen deutlich kulanter seien. Wenn ein Ryanair-Flugzeug abends nicht in Berlin ankommt, entstehen hohe Kosten, da die Maschine am nächsten Morgen nicht rechtzeitig starten kann. Sie warnte davor, dass Airlines den BER verlassen könnten, falls sich nichts ändere.
Ludwig Scheetz pocht auf Koalitionsvertrag
Für die Brandenburger SPD kam die Position der Flughafenchefin überraschend. Ludwig Scheetz, Sprecher für Flughafenpolitik, erinnerte daran, dass die Koalition im Landtag ein noch strengeres Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr im Vertrag festgehalten hat. Die Region trägt laut Scheetz bereits die volle Belastung des Hauptstadtflugverkehrs. Jede Lockerung der Lärmschutzmaßnahmen sei daher problematisch.
Kai Wegner für begrenzte Ausnahmen
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, sprach sich für Ausnahmen aus. Das Nachtflugverbot bleibe wichtig für die Gesundheit der Anwohner. Gleichzeitig betonte er, dass geringe Verspätungen nicht zu zusätzlichen Kosten und Umwegen führen sollten. Berlin wolle das Gespräch mit Brandenburg und der Flughafengesellschaft suchen.
Michael Schwuchow lehnt Änderungen ab
Der Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow, Michael Schwuchow, verwies auf den Planfeststellungsbeschluss. Dieser sei mehrfach gerichtlich bestätigt worden. Nach seiner Einschätzung würde die Gemeinde gegen jede Aufweichung der Nachtflugregelung juristisch vorgehen. Zwei Drittel der Starts und Landungen am BER erfolgen in Richtung der Gemeinde.
Detlef Tabbert fordert bessere Flugpläne
Der Brandenburger Infrastrukturminister Detlef Tabbert stellte klar, dass fast nur Ryanair von den Umleitungen betroffen sei. Er forderte, die Flugpläne besser einzutakten, um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Die Landesregierung werde das Nachtflugverbot durchsetzen. Ein Ausweichflughafen für verspätete Maschinen sei ebenfalls nicht vorgesehen.
Auswirkungen für Passagiere
- Umleitungen betreffen vor allem Ryanair
- Ersatzlandungen erfolgen meist in Hannover oder Leipzig
- Busfahrten nach Berlin dauern bis zu 3 Stunden
- Geplante Flugzeiten vor 23:30 Uhr sind entscheidend für die Genehmigung
Damit bleibt es für viele Passagiere Realität, dass ihre Reise mitten in der Nacht mit einer stundenlangen Bustour endet.
Quelle: rbb24, www.extratimeout.com/de